Für ein intaktes, lebenswertes und naturnahes Niederwil!

Das Komitee Pro Niederwil spricht sich aus folgenden Gründen gegen
eine Umfahrung von Alberswil und Schötz via Gettnau aus:


Flächenverlust von Agrarfläche

Diese Projektvariante hat einen Verlust von 2,4 ha Fruchtfolgefläche zur Folge. Der Kanton ist verpflichtet, diese Fläche an anderen Stellen zu kompensieren und neue Fruchtfolgefläche zu schaffen. Dies ist in der heutigen Situation quasi unmöglich.

Exorbitante Kosten

Mit geschätzten Kosten von 78 Millionen Franken bei einer Kostenungenauigkeit von 30% schlägt sich diese Variante im schlimmsten Falle mit über 100 Millionen CHF zu Buche. Diese Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Mehrnutzen. Bei den verschiedenen Varianten handelt es sich hier um die zweitteuerste Variante.

Verlagerung des Verkehrs

Die Variante West verlagert den Verkehr von Schötz und Alberswil durchs Niederwil via Gettnau bis nach Willisau. Nebst der Verkehrsachse Huttwil – Willisau soll Gettnau nun auch noch den Verkehr Nebikon – Willisau schlucken?

Auswirkungen auf die Anwohner/innen:

Die Verbindungsstrasse von Gettnau bis Nebikon (Schötzerstrasse, Gettnauerstrasse, Feldstrasse) ist bereits jetzt stark befahren. Eine Umleitung des Verkehrs würde zu einer nicht akzeptablen Verkehrsbelastung für die Anwohner führen.

Liegenschaften, welche sich in unmittelbarer Nähe der Strasse befinden, wären von dieser Belastung besonders betroffen. Die Bewohner hätten mit zusätzlichen, erheblichen Lärm- und Schadstoffimmissionen zu leben.

Zudem sind Wertverluste für alle betroffenen Liegenschaften absehbar. Im Gegensatz dazu würden Liegenschaften an der Hauptstrasse in Schötz und Alberswil von weniger Verkehr und somit auch einer Wertsteigerung profitieren. Müssten diese Eigentümer ihre Wertsteigerungen als Ausgleich an die benachteiligten Liegenschaftsbesitzer zahlen?

Beeinträchtigungen durch den Neubau

In Gettnau würde die neu zu bauende Strasse die Bewirtschaftung bei zwei Landwirtschaftsbetrieben stark beeinträchtigen, was zu Wertverlusten, Mindererträgen und Existenzproblemen führen könnte.


In Gettnau werden bestehende, historisch gewachsene Verbindungen und Strukturen zerstört. Das Naherholungsgebiet Ludihof-Unterwannern würde zerschnitten und in gröbster Weise verunstaltet.

Zunehmende Verkehrsbelastung

Die zu erwartende enorme Zunahme des Verkehrs auf der Westumfahrung würde zu Stauungen bei den Kreiseln Nebikon, Gettnau (Stalden) und Willisau (Wydenmatt) führen. Insbesondere beim Kreisel Gettnau wären Rückstaus bei Stosszeiten bis ins Dorf regelmässig zu erwarten.


Auch die Gewerbebetriebe im Bereich Ausserstalden Gettnau (Makies, Ziegelei) wären durch den Mehrverkehr stark betroffen, was die Befahrung oder das Überqueren mit schweren LKW erheblich beeinträchtigen und zu Stosszeiten praktisch unmöglich machen würde.

Kosten und Finanzierung

Die geschätzten Kosten von 78 Mio Franken dürften bei weitem überschritten werden und könnten eher gegen 100 Millionen tendieren. Ein zusätzlicher Ausbau der Strasse von Gettnau nach Willisau wäre aufgrund der doppelten Belastung ebenso erforderlich und der Geleiseanschluss bei der Ziegelei müsste umgestaltet werden.


Bislang wurde kein Radweg erwähnt. Radwege sind ab gewissen Verkehrsflüssen und gerade bei Sanierungen oder Neubaustrecken Pflicht. Damit würde zusätzlich erheblich mehr Land beansprucht und die Kosten würden weiter in die Höhe getrieben.

Naturschutz

Die neu geplante Strasse führt in Gettnau direkt am Lättloch vorbei. Hierbei handelt es sich um ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung. Dieses intakte Ökosystem würde durch die geplante Strasse erheblich in seiner Integrität gestört.

Sanierungsarbeiten

Der Strassenabschnitt vom Kreisel Nebikon bis zum Kreisel Ohmstal hätte bereits vor längerer Zeit von Schötz saniert werden müssen. Bei der Realisierung der Umfahrung würden die Kosten vom Kanton getragen. Welche finanziellen Anteile müsste Schötz in diesem Fall übernehmen?

Ökologische Bedenken

Aus ökologischer Sicht ist eine solche Umfahrung nicht akzeptabel, da jede Fahrt zwischen dem Kreisel Nebikon und dem Kreisel Willisau (Jumbo) um 1,35 km verlängert würde.

Uns unterstützen!

Wer sind wir?

Das Komitee ist eine parteiunabhängige Interessengemeinschaft, die sich aktiv gegen eine Westumfahrung von Schötz und Alberswil einsetzt. Unser Ziel ist es, auf die negativen Auswirkungen dieser Umfahrung aufmerksam zu machen und uns entschieden dagegen zu wehren.

Das Kernteam besteht aus:
Toni Grob
Sepp Haas
Beat Arnet
Franz Huber

Kontakt:
Franz Huber
Niederwilerstrasse 21
CH-6142 Gettnau
[email protected]Tel: 041 970 30 40